Erste Fahrradstraße für Petershausen

Auf dem Weg zur Radstadt Konstanz hat jetzt die Stadtverwaltung die Strecke von der Fahrradbrücke über den Ebertplatz, die Petershauser- und Jahnstraße bis zum Zähringerplatz als zweite Etappe zur Fahrrad-Straße umgewidmet. Nachdem sich diese Eigenschaft auf der Südseite in der Altstadt (Döbele-Schützen-Schottenstraße-Radbrücke) seit Jahren bewährt hat, war es nur konsequent, diese Methode auf der Nordseite des Rheins bis „ins Herz von Petershausen“ fortzusetzen. Das ergibt eine Wegstrecke von 1,93 km – ein kleiner Schritt im Straßennetz unserer Stadt, aber ein großer Vorteil für täglich tausende Radfahrer, die sich hier (mal abgesehen von der fehlenden „Knautschzone“) den Autofahrern gleichberechtigt fühlen dürfen.

IMG 8878Schön, wenn es dann auch so kommt. Freilich gilt auch hier die Tugend der gegenseitigen Rücksichtnahme und die Einsicht, den anderen Verkehrsteilnehmer als Partner, nicht als Gegner zu sehen.

Also haben BM Karl Langensteiner-Schönborn und Gregor Gaffga (Städt. Progamm Radverkehr)  am 7. August auf den kleinen Platz am Bahnübergang eingeladen, um im Beisein zahlreicher Bürger die neue Fahrradstraße offiziell zu eröffnen. Der Baubürgermeister stellte dabei in Aussicht, jedes Jahr in unserer Stadt eine Fahrradstraße (wo und wie lang auch immer) einrichten zu wollen. Zwischenruf von GR Peter Müller-Neff: „Ich nehme Sie beim Wort“.

Erfreulich ist, dass dem stetig zunehmenden Fahrrad-Verkehr in unserer Stadt verstärkte Aufmerksamkeit zuteil wird, und man hat sich hier mit der schwierigen Planung offensichtlich viel Mühe gegeben. Allerdings wird es bei Ankunft am Zähringerplatz dann doch etwas komplizierter, und diese harte Nuss konnte auch von den Planern nicht geknackt werden: Die von Süden kommenden Radler werden dort mittels blauer Farbe quasi in einen Flaschenhals nach rechts „eingesammelt“, und müssen sich dort die wenigen Quadratmeter mit den nach rechts strebenden Autofahrern (Abbiegespur) teilen. Darauf angesprochen räumte Gregor Gaffga ein, dass man damit wohl leben müsse, zumindest bis eines Tages auch der Zähringerplatz umgebaut werden kann. So lang wird dort eben auch die Unsitte des Linksfahrens wie bisher schon „gepflegt“ werden. Jetzt in den Schul- und Semesterferien ist das noch überschaubar – aber dann…! Jede Vorschrift ist eben nur so viel wert wie deren Kontrolle. Anm. vom Autor: Um die jetzige  Situationen etwas zu entspannen, hätte man auf die zwei Parkbuchten nach dem Vorwegweiser getrost verzichten können, zumal auf der anderen Straßenseite 14 neue Parkbuchten angelegt wurden.

IMG 8870Eine ähnlich heikle Situation ist am Ebertplatz zu sehen: Dort werden die Nicht-Radfahrer ob Rechts- oder Linksabbieger auf eine Kfz-Spur geführt – so weit so gut. Viele Autofahrer stellen sich jedoch frech auf die blaue Fläche rechts davon, und fahren gleichzeitig mit den korrekt wartenden Fahrern los. Da ist sicher eine weitere Korrektur nötig.

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IMG 8881Die BGP erinnert: Genau diese Stelle am Bahnübergang kann als „Geburtsstätte“ der „Bürgergemeinschaft Petershausen e.V.“ gesehen werden. Wir dürfen daran erinnern, dass Anfang der 90er-Jahre ernsthaft Pläne geschmiedet wurden, diesen Bahnübergang zu untertunneln – aber dieses Thema muss hier nicht wieder aufgewärmt werden. Es war eben das Startsignal, in Petershausen eine Bürgergemeinschaft zu gründen, um das zu verhindern. Die letzten 23 Jahre haben vielfältig gezeigt, warum es die BGP immer noch gibt.

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